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Post published on 02/10/2019

Auslandspraktikum während der Ausbildung

Lust auf ein Auslandspraktikum?

Diese Frage hörte Selina Günther, Auszubildende zur Industriekauffrau bei der Hassia Verpackungsmaschinen GmbH in Ranstadt, im Rahmen ihrer Ausbildung bei der Beruflichen Schule in Büdingen und hat sich kurz entschlossen im Rahmen des Programms ‚Erasmus‘ & EuroMobility‘ darum beworben.

Ziel des Programms ist ein individuelles, berufsbezogenes Auslandspraktikum, um landestypische Arbeitsprozesse kennenzulernen, internationale Berufskompetenz zu stärken und Fremdsprachenkenntnisse zu erweitern. Das Auslandspraktikum wird intensiv durch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft e. V. vorbereitet, begleitet und nachbereitet.

Nachdem sie ihren Europass-Lebenslauf in Englisch zusammengestellt und alle benötigten Dokumente für die Bewerbung zusammen hatte, musste sie sich auf die Suche nach einem Praktikumsbetrieb machen. Für sie stand fest, dass es in ein englisch-sprachiges Land (England oder Irland) gehen sollte, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Zu diesem Zeitpunkt war sie in ihrem Ausbildungsbetrieb gerade im Vertrieb eingesetzt und wurde von den Kollegen bei der Suche unterstützt. Zu dessen internationalem Kundenstamm gehört auch Lakeland Dairies mit einer Produktionsstätte in Killeshandra/Irland und für diesen Standort wurde bei Hassia gerade eine StickPack-Maschine für die Verpackung von UHT-Milch gebaut. Somit wurde die Bewerbung für das Auslandspraktikum an Lakeland Dairies geschickt und ein Praktikum vom 06. – 31.05.2019 organisiert. 

Nachstehend ein paar Auszüge aus ihrem Praktikumsbericht, die einmal mehr aufzeigen, wie wichtig es doch ist, Erfahrungen im Ausland zu sammeln.

Unter der Woche wurde ich jeden Morgen von Niall oder einem anderen Kollegen von Lakeland abgeholt und zur Arbeit gebracht. Es dauerte ein paar Tage bis ich mich an den Linksverkehr gewöhnt hatte, was jedoch für meine Fahrer recht amüsant war, wenn ich an der falschen Autoseite stand oder mir meine Panik beim Abbiegen anmerken lies.

An zwei Tagen in der Woche arbeitete ich in der Personalabteilung, die jedoch nicht in Killeshandra sondern in Killygarry im „Head Office“ war. Meine Aufgabe dort bestand in der Digitalisierung der Personalakten, d.h. ich scannte die Dokumente der Personalakten ein und legte diese in digitale Ordner auf einem Laufwerk ab. Die anderen 3 Tage der Woche verbrachte ich in der Produktionsstätte in Killeshandra. Dort bekam ich für die Dauer meines Aufenthaltes ein eigenes Projekt, das darin bestand, die Stillstandszeiten der butterverpackenden Maschinen zu analysieren und auszuwerten. Dabei ging es hauptsächlich darum, die unbekannten Stillstands Zeiten zu ermitteln und die jeweiligen Mitarbeiter an der Maschine zu dem Thema zu befragen. Am vorletzten Tag meines dortigen Aufenthaltes hielt ich eine Präsentation darüber und gab als Resultat einen Lösungsvorschlag ab.

Ich habe aber nicht nur an einem Projektgearbeitet. In meiner ersten Woche drehte es sich vor allem um das Thema Lebensmittelsicherheit und was man zu beachten hat. Ich musste an Workshops teilnehmen und einen Online-Tests absolvieren. Ebenso nahm ich an einem Workshop zum Thema „Lean Awareness“ teil. Manchmal fungierte ich auch als Dolmetscher, um Gespräche vom Deutschen ins Englische zu übersetzen oder auch um Telefonate mit deutschen Lieferanten zu führen.

 Bei Lakeland gibt es keine festen Arbeitsplätze, da jeder kaufmännische und manche technischen Mitarbeiter einen Laptop und ein Handy zu Verfügung gestellt bekommen und somit, je nach Bedarf, in ein anderes Büro wechseln kann. Ich bekam auch einen Laptop für meine Arbeit und wechselte – je nach Aufgabe – auch das Büro und setzte mich direkt zu den Kollegen, die eine Aufgabe für mich hatten.

Durch das Auslandspraktikum konnte ich meinen technischen Wortschatz und mein Wissen über die Funktionsweise von Verpackungsmaschinen im Lebensmittelbereich – vor allem aufgrund meines Projektes – erweitern. Vor allem habe ich die Hemmungen verloren, Englisch im Alltag und im Berufsleben zu sprechen und wurde somit sicherer in der Kommunikation in der Fremdsprache. Auch lernte ich verschiedene Akzente kennen und verstehen, da gerade die Mitarbeiter an den Maschinen mit einem sehr ausgeprägten Akzent sprachen. Durch den ständigen eMail-Verkehr konnte ich mein schriftliches Englisch natürlich auch verbessern und durch die Präsentation am vorletzten Tag konnte ich auch meine Ausdrucksweise verbessern. 

Große Schwierigkeiten gab es keine, da mir meine Aufgaben sehr gut erklärt wurden und falls ich mir unsicher war, hat man es mir aufgeschrieben, damit ich es mir – falls nötig – schriftlich übersetzen konnte.

 Als ich nach meiner Rückkehr meine ersten Telefonate in Englisch führen musste, merkte ich sofort wie sicher ich nun bin. Ebenso beim Schreiben von eMails an unsere internationalen Kunden habe ich festgestellt, dass ich mich nun ganz anders ausdrücken kann und es mir viel leichter fällt. Außerdem bin ich selbstbewusster geworden und durch die lockere Umgangsweise in Irland habe ich die Angst verloren, mit Führungskräften zu sprechen.

 Aus meiner Sicht war das Auslandspraktikum ein voller Erfolg. Meine Erwartungen wurden erfüllt und sogar übertroffen. Ich konnte viele neue Freundschaften schließen und freue mich schon sie wieder zu sehen. Wenn man von seinem Ausbildungsbetrieb aus oder auch sonst die Möglichkeit hat, ein Auslandspraktikum zu machen, sollte man es auf jeden Fall tun!